Die Eberesche

Die Eberesche ist unter vielen Namen bekannt. So wird sie Vogelbeere, Quitsche, Krametsbeerbaum oder Drosselbeere genannt. Die Bezeichnung Speierling wird fälschlicherweise oft genannt, bezeichnet aber eine andere Pflanze.

 

Fakten zur Eberesche

Die Eberesche gehört zu der Gattung der Mehlbeeren (lat. Sorbus) und ist ein Laubbaum. Sie gehört auf Grund ihrer Früchte, Beeren, die aussehen wie kleine Äpfel, zu den Kernobstgewächsen (lat. Pyrinae). Die Entstehung des Namens lässt sich in zweifacher Hinsicht erklären. Zum einen haben die Blätter der Eberesche Ähnlichkeit zu der Esche. Jedoch besteht kein Zusammenhang zwischen den Baumarten. Deshalb wurde von dem altdeutschen Wort “Aber” das Wort Eber abgeleitet und vor Esche gesetzt. Zum anderen haben die Beeren eine dunkelrote Farbe, womit der Name der auf das indogermanische Wort für “dunkelrot” zurückzuführen ist. Die Vogelbeere ist ein sommergrüner Baum, der normalerweise 80 Jahre alt wird. Im Gebirge werden diese Pflanzen auch bis zu 120 Jahre alt. Die Wuchshöhe beträgt zwischen 15 m und bei hoher Sonneneinstrahlung bis zu 25 m. Während der zwei Dekaden wächst sie recht schnell, doch danach nur noch sehr langsam.

 

Vorkommen der Eberesche

Die Eberesche dient vielen Vögeln als Nahrungsquelle.

Die Eberesche dient vielen Vögeln als Nahrungsquelle.

In Europa ist die Quitsche weit verbreitet. Die Verbreitung reicht im Osten bis Westsibirien. Sie wächst vor allem in Gebirgen sowie in der Norddeutschen Tiefebene. In Trockengebieten hat die Vogelbeere entweder keine oder nur eine kleine Grundlage zum Heranwachsen. Sie besiedelt vor allem Brachflächen, Lichtungen und Waldränder. Bei der Bodenbeschaffenheit ist sie nicht sonderlich wählerisch. PH-Wert, Feuchtigkeit und Nährstoffreichtum weichen bei der Untersuchung der Böden, auf welchen sie sich angesiedelt hat, sehr voneinander ab. Also einen perfekten Boden kann man für den Baum nicht ausmachen. Sie ist eine Licht- bzw. Halbschattenbaumart. Sie steht gerne alleine und wird deshalb oft an Straßen und in Gärten angepflanzt.

 

Die Ökologie der Eberesche

Wind und Frost machen der Eberesche sehr wenig aus. Ihr abgeworfenes Laub setzt bei der Zersetzung viel Magnesium frei. Dadurch verbessert die Pflanze selbst ihren Nährboden und trägt zur schnelleren Humusbildung bei. Die Blätter der Vogelbeere werden oft von Mehltau und Rostpilzen befallen. Scheckungen und chlorotische Ringe befallen den Baum auch sehr oft. Der Krametsbeerbaum wird oft von Pockenmilben, Samenwespen und Fruchtmotten befallen. Für einige Insekten, darunter auch für ca. 40 Schmetterlingsarten und Säugetiere ist die Eberesche eine wichtige Nahrungsquelle.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *